{"id":75680,"date":"2022-10-21T18:43:18","date_gmt":"2022-10-21T18:43:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/?p=75680"},"modified":"2022-12-02T10:01:04","modified_gmt":"2022-12-02T10:01:04","slug":"rund-ums-meer-das-keins-mehr-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/2022\/10\/21\/rund-ums-meer-das-keins-mehr-ist\/","title":{"rendered":"Rund ums Meer, das keins mehr ist."},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;article-heading&#8220;]<em>Die Niederlande sind als Nation von Wasserbauern bekannt. Mit den Zuiderzeewerken wurde aus einem ber\u00fcchtigten Arm der Nordsee ein Binnensee \u2013 und das Bahn- und Busnetz rundherum liefert Einblicke in die niederl\u00e4ndische \u00d6V-Welt. <\/em>[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;article-author&#8220;]Ein Bericht von Jonas Schaufelberger (Text und Fotos).[\/vc_column_text][vc_column_text]Der Ausl\u00f6ser war eine Sturmflut im Januar 1916. Das n\u00e4chtliche Hochwasser \u00fcberflutete weite Fl\u00e4chen entlang der Zuiderzee, so der Name des Meeresarmes, welcher weit hinein in die Niederlande bis zu den Deltas von Ijssel und Eem hineinragte \u2013 und erreichte \u00fcber die Unterl\u00e4ufe dieser Fl\u00fcsse auch D\u00f6rfer bis hin zum wichtigen Handels- und Industriest\u00e4dtchen Zwolle an der Ijssel. Es war der Startschuss f\u00fcr ein Jahrhundertprojekt, das sogar vom Mond aus zu erkennen ist: Die so genannten Zuiderzeewerke \u2013 ein umfassendes Wasserbauprojekt mit Deichen, Poldern und Pumpwerken \u2013 welches letzendlich zum Verschwinden der namensgebenden Zuiderzee f\u00fchrte.\r\n\r\nSeit der Vollendung des grossen Abschlussdeiches 1932 ist aus dem fr\u00fcheren Meeresarm ein Binnensee, das so genannte Ijsselmeer, geworden. Mit dem Bau von weiteren Deichen und Poldern wurde dieses in der Folge immer weiter verkleinert, zuletzt mit dem \u00abBau\u00bb des s\u00fcdlichen Flevopolders im Jahr 1967, und ausserdem in mehrere kleinere Seen aufgesplittert, die teilweise nur \u00fcber Schleusen und Kan\u00e4le verbunden sind.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75688&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Rund um das gez\u00e4hmte Wasser, und dank Poldern sogar auf dessen fr\u00fcherem Grund, wurden immer mehr Fl\u00e4chen trockengelegt \u2013 \u00a0zuerst haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Landwirtschaft, sp\u00e4ter immer h\u00e4ufiger auch als Bauland f\u00fcr die stark wachsende Bev\u00f6lkerung des kleinen K\u00fcstenlandes. Diese Landstriche mussten nat\u00fcrlich auch versorgt und verbunden werden: Wurden auf den ersten Poldern noch kleine D\u00f6rfer angelegt, welche in optimaler Velo-Distanz zueinander lagen, nehmen heute Strasse und Schienenverkehr eine zunehmend wichtige Rolle f\u00fcr die Erschliessung des dicht besiedelten Landes rund um die fr\u00fchere Zuiderzee wahr.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75690&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]<strong>Der Aufbau des Schienennetzes<\/strong>\r\n\r\nDas niederl\u00e4ndische Schienennetz ist vergleichsweise aufgebaut. Die wichtigsten Bahnstrecken rund um das Ijsselmeer waren zur Zeit der Erreichtung des Abschlussdeiches l\u00e4ngst gebaut. Bereits in den 1860er-Jahren bestand ein Eisenbahn-Halbring von Den Helder \u00fcber Amsterdam, Utrecht, Zwolle und Leeuwarden bis Harlingen, bis in die 1880er-Jahre erg\u00e4nzt von verschiedenen Stichstrecken, welche noch n\u00e4her ans und dank F\u00e4hrverbindungen teilweise auch \u00fcber das Meer f\u00fchrten. Da es sich um Hauptstrecken handelt, wurden mit Ausnahme der Strecke Leeuwarden\u2013Harlingen alle Linien des Rings zwischen 1931 und 1958 elektrifiziert; einige Nebenlinien folgten sp\u00e4ter auch noch, etwa diejenige zwischen Zwolle und Kampen im Jahr 2017.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75691&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_no_arrows=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]Der wichtigste Meilenstein nach der Er\u00f6ffnung des Abschlussdeiches war hingegen der Bau einer Bahnlinie auf dem Flevopolder. Bahnverbindungen wurden bereits beim Bau des n\u00f6rdlichen Polders \u2013 ab 1957 benutzbar \u2013 geplant, aber erst mit der Trockenlegung des s\u00fcdlichen Polders ab 1967 wurden die Pl\u00e4ne konkret. Er\u00f6ffnet wurde die so genannte Flevolijn zwischen Weesp und Lelystad aber schliesslich erst 1987 (bis Almere) bzw. 1988. Die Linie erm\u00f6glichte die Anbindung der beiden stark wachsenden St\u00e4dte an Amsterdam \u2013 insbesondere die Stadt Almere wurde auch ganz gezielt dazu gebaut, g\u00fcnstigen Wohnraum f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der aus allen N\u00e4hten platzende Hauptstadt zu schaffen.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75692&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;figcaption&#8220;]<em>Als Polder bezeichnet man ein St\u00fcck Land, welches durch Eindeichung und Trockenlegung einem See oder Meer abgerungen wird. Der Noordoostpolder, als erster Polder aus dem erst kurz zuvor durch den Abschlussdeich von der Nordsee abgetrennten Ijsselmeer geschaffen (der Wieringermeerpolder wurde noch in der offenen Zuiderzee als eine Art Prototyp gebaut), wurde ab 1936 gebaut und ab Anfangs 1941 leergepumpt. Drei Hauptpumpwerke \u00fcbernehmen bis heute die Entw\u00e4sserung des Polders, darunter das \u00abGemaal Smeenge\u00bb bei Kraggenburg. Die Buslinie 71 von Zwolle nach Emmeloord f\u00e4hrt direkt \u00fcber die nebenstehende Schleuse, der Verkehr \u00fcber die enge Holzbr\u00fccke wird mit Lichtsignalen geregelt und die Br\u00fccke bei passierenden Booten ge\u00f6ffnet. <\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;40&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75693&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]Die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung der Bahnlinie Richtung Norden wurden hingegen weiter verz\u00f6gert, nicht zuletzt, weil man sich politisch nicht einig wurde, ob die Bahnstrecke ab Lelystad direkt nach Zwolle gef\u00fchrt werden sollte (was die Verbindung von Amsterdam zu diesem wichtigen Regionalzentrum und weiter nach Groningen im Norden deutlich beschleunigt) oder aber \u00fcber den bisher schienenlosen Noordoostpolder mit Hauptort Emmeloord und dann weiter \u00fcber Heerenveen und Drachten nach Groningen gef\u00fchrt werden sollte. Schliesslich fiel der Entscheid f\u00fcr erstere Variante, welche 2012 vollendet wurde. Die so genannte Hanzelijn erm\u00f6glichte ein neues \u00abInterCity-Kreuz\u00bb in Zwolle, mit Z\u00fcgen von Den Haag \u00fcber Amsterdam S\u00fcd, Almere und Zwolle nach Groningen und von Rotterdam \u00fcber Gouda, Utrecht, Amersfoort, Zwolle und Heerenveen nach Leeuwarden, wobei die Z\u00fcge in Zwolle jedes zweite Mal (also je st\u00fcndlich) \u00fcber Kreuz weitergef\u00fchrt werden, sodass f\u00fcr alle Relationen st\u00fcndlich Direktverbindungen resultieren und in der anderen halben Stunde eine perrongleiche Umsteigeverbindung.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75695&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Bis heute wird das Hauptnetz in den Niederlanden durch die staatliche Nederlandse Sporwegen gef\u00fchrt, welche sowohl rasche InterCity-Z\u00fcge als auch die \u00fcberall haltenden Sprinter-Z\u00fcge f\u00fchrt. Verschiedene Nebenlinien wurden hingegen inzwischen ausgeschrieben \u2013 bereits 1999 etwa \u00fcbernahm Arriva, anf\u00e4nglich mit ihrer Tochtergesellschaft NoordNed, den Verkehr auf den Diesel-Linien in Friesland und Groningen, seit 2017 f\u00e4hrt die SNCF-Tochter Keolis zwischen Kampen, Zwolle und Enschede.\r\n\r\n<strong>Privatisiertes Busnetz<\/strong>\r\n\r\nIm Gegensatz zum Bahnnetz, dessen vollst\u00e4ndige Privatisierung bis heute ein Traum sparsamer Politiker ist, ist der Bus-Linienverkehr in den Niederlanden \u00e4hnlich den nordeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern grossmehrheitlich \u00abprivatisiert\u00bb, wobei mit dem FS-Unternehmen Busitalia (in den Niederlanden unter QBuzz vermarktet), der DB-Tochter Arriva und der SNCF-Tochter Keolis auch hier ein betr\u00e4chtlicher Teil der Netze in der Hand von quasi-staatlichen Unternehmen ist.\r\n\r\nRund um das Ijsselmeer ist Keolis unter anderem mit den Konzessionen Ijssel-Vecht, Utrecht und Stadtverkehr Almere pr\u00e4sent, wobei letztere beiden noch unter dem bis 2017 verwendeten Namen Syntus betrieben werden, der noch aus einer Zeit vor dem Kauf des Unternehmens durch Keolis stammt. Arriva deckt rund um das Ijsselmeer mit dem zusammengew\u00fcrfelten Netz \u00abNoord- en Zuidwest-Frysl\u00e2n en Schiermonnikoog\u00bb sowie dem Stadtverkehr Lelystad zwei sehr unterschiedliche Netze ab.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75696&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75697&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75698&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75701&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]Bis heute wird das Hauptnetz in den Niederlanden durch die staatliche Nederlandse Sporwegen gef\u00fchrt, welche sowohl rasche InterCity-Z\u00fcge als auch die \u00fcberall haltenden Sprinter-Z\u00fcge f\u00fchrt. Verschiedene Nebenlinien wurden hingegen inzwischen ausgeschrieben \u2013 bereits 1999 etwa \u00fcbernahm Arriva, anf\u00e4nglich mit ihrer Tochtergesellschaft NoordNed, den Verkehr auf den Diesel-Linien in Friesland und Groningen, seit 2017 f\u00e4hrt die SNCF-Tochter Keolis zwischen Kampen, Zwolle und Enschede.\r\n\r\n<strong>Privatisiertes Busnetz<\/strong>\r\n\r\nIm Gegensatz zum Bahnnetz, dessen vollst\u00e4ndige Privatisierung bis heute ein Traum sparsamer Politiker ist, ist der Bus-Linienverkehr in den Niederlanden \u00e4hnlich den nordeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern grossmehrheitlich \u00abprivatisiert\u00bb, wobei mit dem FS-Unternehmen Busitalia (in den Niederlanden unter QBuzz vermarktet), der DB-Tochter Arriva und der SNCF-Tochter Keolis auch hier ein betr\u00e4chtlicher Teil der Netze in der Hand von quasi-staatlichen Unternehmen ist.\r\n\r\nRund um das Ijsselmeer ist Keolis unter anderem mit den Konzessionen Ijssel-Vecht, Utrecht und Stadtverkehr Almere pr\u00e4sent, wobei letztere beiden noch unter dem bis 2017 verwendeten Namen Syntus betrieben werden, der noch aus einer Zeit vor dem Kauf des Unternehmens durch Keolis stammt. Arriva deckt rund um das Ijsselmeer mit dem zusammengew\u00fcrfelten Netz \u00abNoord- en Zuidwest-Frysl\u00e2n en Schiermonnikoog\u00bb sowie dem Stadtverkehr Lelystad zwei sehr unterschiedliche Netze ab.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75702&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75704&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Ein wichtiger Teil des Busnetzes vor allem im Norden sind die so genannten Q-Liner, welche als Teile verschiedener Konzessionen bestehen und als Schnellbuslinien die wichtigsten Strecken ohne Bahnanschl\u00fcsse beschleunigt bedienen. In Bezug auf das Ijsselmeer von besonderer Bedeutung ist die Linie 350, welche die fehlende Bahnverbindung \u00fcber den Abschlussdeich kompensiert und die St\u00e4dte Leeuwarden und Alkmaar miteinander verbindet. Die Linie ist Teil der Arriva-Konzession in Friesland und wird st\u00fcndlich bedient, wobei an beiden Enden des Abschlussdeiches in Zurich und Den Oever Knotenpunkte bestehen, an denen die Buslinie Anschluss in die umliegenden Regionen bietet.\r\n\r\nAm anderen Ende der Skala ist ebenfalls eine niederl\u00e4ndische Besonderheit zu finden, die sich aber langsam auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zu etablieren beginnt. Wo sich eine \u00abechte\u00bb Buslinie nicht rechnet, f\u00e4hrt eine der mehreren Hundert so genannten \u00abBuurtbus\u00bb-Linien \u2013 als \u00abNachbarschaftsbusse\u00bb oder B\u00fcrgerbusse zu \u00fcbersetzen. Die Linien sind \u00fcblicherweise voll in die Fahrplansysteme der jeweiligen Konzessionen integriert, werden aber durch lokale Vereine getragen, welche die ehrenamtlichen Chauffeure stellen. Nicht alle, aber viele Linien sind ausserdem in die jeweiligen Tarifsysteme integriert \u2013 es gibt aber auch andere Modelle bis hin zur notwendigen Mitgliedschaft im Verein f\u00fcr die Mitfahrt.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75706&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]<strong>Rund um die \u00abRandstad\u00bb<\/strong>\r\n\r\nMit Amsterdam grenzt auch eine der verbliebenen drei St\u00e4dte mit kommunalen Verkehrsbetrieben an das Ijsselmeer \u2013 die dortigen GVB betreiben ein dichtes Netz aus Stadtbus-, Tram- und Metrolinien. Neben der Hauptstadt weisen lediglich Den\u00a0Haag und Rotterdam noch kommunale Verkehrsbetriebe auf, welche ihre Leistungen bisher stets \u00abunter der Hand\u00bb behalten konnten. Alle anderen Stadtnetze sind \u00f6ffentlich ausgeschrieben worden (etwa in Almere und Lelystad auf Flevoland) oder Teil gr\u00f6sserer regionaler Konzessionen (rund um das Ijsselmeer beispielsweise in Utrecht, Zwolle und Leeuwarden).[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75707&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75708&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]In den letzten Jahren werden vermehrt Buslinien um Amsterdam (sowie um Den Haag und Rotterdam) unter der Marke \u00abR-Net\u00bb vermarktet, was f\u00fcr \u00abRandstad-Net\u00bb steht \u2013 mit den Linien soll die riesige Doppel-Metropolitanregion um Amsterdam, Den Haag und Rotterdam besser an ihre Zentren angebunden werden. Voraussetzung f\u00fcr das \u00abG\u00fctesiegel\u00bb ist ein dichter Takt oder eine beschleunigte Linienf\u00fchrung, eine funktionierende Busbevorzugung, komfortable Fahrzeuge und moderne Informationssysteme im Fahrzeug und an den Haltestellen. Die Linien f\u00fchren auch aus den Provinzen Noord- und Zuid-Holland hinaus nach Flevoland und in die Provinz Utrecht.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75709&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]<strong>Funktionierendes \u00d6V-System<\/strong>\r\n\r\nAls Besteller und (auf gr\u00f6sserer Flugh\u00f6he) auch als Planer der Busnetze treten in allen F\u00e4llen weiterhin die Metropolitanregionen oder Provinzen auf, weshalb das Busnetz in den Niederlanden, anders als beispielsweise in England, trotz Privatisierung integral geplant und auf das Schienennetz abgestimmt wird.\r\n\r\nDie Tarifierung erfolgt grunds\u00e4tzlich national \u2013 mit der Einf\u00fchrung der OV-Chipkaart, einer Wertkarte mit der M\u00f6glichkeit, auch Abonnemente und Zusatzangebote darauf zu laden, ist ein verkehrstr\u00e4ger- und konzessions\u00fcbergreifender Verkehr im ganzen Land m\u00f6glich, wenn auch relativ teuer. F\u00fcr Vielfahrer, Ferieng\u00e4ste oder Ausfl\u00fcgler stehen deshalb unz\u00e4hlige Spezialangebote zur Verf\u00fcgung, die regional oder von den einzelnen Transportunternehmen organisiert und vertrieben werden, was das System insgesamt wieder recht un\u00fcbersichtlich macht.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75710&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]<strong>Wie weiter? <\/strong>\r\n\r\nNat\u00fcrlich bestehen auch in den Niederlanden Projekte zur Weiterentwicklung des \u00f6ffentlichen Verkehrs.\r\n\r\nBahnseitig steht vor allem die B\u00fcndelung der Linien auf dem Plan \u2013 zur Reduktion von technischen St\u00f6rungen soll der \u00d6V in Zukunft vermehrt linienrein angeboten werden, so dass Konzepte wie der halbst\u00fcndliche \u00abIC-Wechsel\u00bb in Zwolle l\u00e4ngerfristig zugunsten gesicherter Anschl\u00fcsse aufgegeben werden sollen. Damit soll sich die Zuverl\u00e4ssigkeit des Netzes deutlich erh\u00f6hen, da vermehrt Weichenverbindungen wegfallen oder nur noch in Ausnahmef\u00e4llen gestellt werden m\u00fcssen \u2013 ebenso wird sich durch den Wegfall von Querfahrten und Kreuzungen die Kapazit\u00e4t des Netzes weiter erh\u00f6hen, was angesichts der steigenden Nachfrage wichtig ist.\r\n\r\nBeim Bus ist die Elektrifizierung des Netzes das vordringliche Ziel \u2013im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum, wo auch aktuell (mit Ausnahme einer wachsenden Zahl von st\u00e4dtischen Regionen) noch regelm\u00e4ssig Dieselbusse beschafft werden, sind in den Niederlanden Verbrennungsmotoren bei neuen Konzessionen nur noch in Ausnahmef\u00e4llen akzeptiert. Die Konzession \u00abIjssel-Vecht\u00bb, welche aktuell als Notkonzession f\u00fcr zwei Jahre l\u00e4uft, verwendet Dieselbusse nur noch auf einigen wenigen Stadtlinien, w\u00e4hrend ein Grossteil des Netzes mit rund 250 elektrischen Zweiachsern bedient wird. Daneben wird der fl\u00e4chige Ausbau des R-Net-Netzes auf die ganze Randstad-Region weitergef\u00fchrt.\r\n\r\nInsgesamt soll der \u00d6V so \u2013 zusammen mit dem in den Niederlanden allgegenw\u00e4rtigen Velo \u2013 einen noch gr\u00f6sseren Teil zu einem \u00f6kologisch nachhaltigen Verkehrssystem beitragen. Ob dies mit dem bestehenden Tarifsystem gelingt, ist noch zu beweisen.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_accordion][vc_accordion_tab title=&#8220;Weiterf\u00fchrende Links&#8220; tab_id=&#8220;1535988182-1-8815360028425301536003142046eab7-4c23&#8243;][vc_column_text]Informationen \u00fcber den niederl\u00e4ndischen \u00d6V bietet insbesondere das sehr umfangreiche OVNL-Wiki, zug\u00e4nglich unter <a href=\"http:\/\/wiki.ovinnederland.nl\">diesem Link.<\/a>\r\n\r\nDie Wissensplattform &#8222;CROW&#8220; stellt zahlreiche weitere Informationen und Daten \u00fcber den niederl\u00e4ndischen \u00d6V und allgemein \u00fcber Verkehrs- und Raumplanung zur Verf\u00fcgung &#8211; unter anderem die so genannten &#8222;Concessieposter&#8220; als j\u00e4hrliche \u00dcbersicht \u00fcber die Konzessionsaufteilungen im \u00d6V. Grundlage f\u00fcr den Artikel war der <a href=\"https:\/\/www.crow.nl\/kennis\/bibliotheek-verkeer-en-vervoer\/kennisdocumenten\/concessieposter-2022-geen-wisselingen-in-2021\">Stand 2022<\/a>.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=&#8220;Herzlichen Dank an&#8230;&#8220; tab_id=&#8220;1539006892878-1-10eab7-4c23&#8243;][vc_column_text]\r\n<ul>\r\n \t<li>Silvan Pleisch f\u00fcr die erg\u00e4nzenden Fotos und den fachlichen Austausch w\u00e4hrend der Fototouren<\/li>\r\n \t<li>Harry und Denis Laming f\u00fcr das &#8222;kritische&#8220; Review und den Link zur niederl\u00e4ndischen Bus-Szene.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordion][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75711&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row]<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Niederlande sind als Nation von Wasserbauern bekannt. Mit den Zuiderzeewerken wurde aus einem ber\u00fcchtigten Arm der Nordsee ein Binnensee \u2013 und das Bahn- und Busnetz rundherum liefert Einblicke in die niederl\u00e4ndische \u00d6V-Welt. ","protected":false},"author":2,"featured_media":75681,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[76,77,80],"tags":[167,168,169,170],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75680"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=75680"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75680\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":75687,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/75680\/revisions\/75687"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/75681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=75680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=75680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=75680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}