{"id":75365,"date":"2019-12-14T10:20:39","date_gmt":"2019-12-14T10:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/?p=75365"},"modified":"2020-06-11T17:51:58","modified_gmt":"2020-06-11T17:51:58","slug":"unterwegs-im-land-des-schnees","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/2019\/12\/14\/unterwegs-im-land-des-schnees\/","title":{"rendered":"Unterwegs im Land des Schnees"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;article-heading&#8220;]\u00abSnelandia\u00bb &#8211; Land des Schnees \u2013 der Name, den die Finnmark Fylkeskommune, die Bezirksverwaltung der Finnmark, ihrem neu ausgeschriebenen \u00d6V-Angebot per 1.1.2016 gab, passt. Der Schnee ist f\u00fcr die n\u00f6rdlichste Provinz des europ\u00e4ischen Festlands w\u00e4hrend rund einem halben Jahr, im Gebirge auch l\u00e4nger, das pr\u00e4gende Landschaftselement. Dass der \u00f6ffentliche Verkehr unter diesen Bedingungen nicht ganz einfach zu planen ist, d\u00fcrfte klar sein \u2013 auch der Verfasser dieses Artikels hat dies w\u00e4hrend seiner Recherche am eigenen Leib erlebt. Der vorliegende Bericht zeigt haupts\u00e4chlich Bilder aus dem Winterbetrieb in der Finnmark; zur Dokumentation sind einzelne (\u00e4ltere) Sommeraufnahmen eingestreut.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;article-author&#8220;]Ein Bericht von Jonas Schaufelberger (Text und Fotos).[\/vc_column_text][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Vom Staatsbetrieb zum Auftragnehmer<\/strong><\/h4>\r\nDie Provinz Finnmark mit Verwaltungssitz im relativ kleinen Vads\u00f8 sowie mit Alta (rund 12&#8217;000 Einwohner) als gr\u00f6sste Stadt liegt komplett \u00fcber dem Polarkreis am n\u00f6rdlichsten Ende des europ\u00e4ischen Festlandes. Mit rund 76&#8217;000 Einwohnern leben etwa gleich viele Einwohner in der Provinz wie in Ob- und Nidwalden zusammen \u2013 dies allerdings auf einer Fl\u00e4che von 48&#8217;000 Quadratkilometern, etwas mehr als die Schweiz.\r\n\r\nDerzeit wird das Busangebot der Provinz Finnmark von der Boreal Transport AS aus Trondheim betrieben; hinter dem Namen stecken aber mehr als 100 Jahre Geschichte, der gr\u00f6sste Teil davon unter dem Namen FFR \u2013 Finnmark Fylkesrederi og Ruteselskap (Bezirksrederei und -Busgesellschaft Finnmark). Im Jahr 1916 noch als Finnmarkens Amtsrederi gegr\u00fcndet, f\u00fchrte die Gesellschaft, bis dahin ausschliesslich auf dem Wasser unterwegs, im Jahr 1937 die ersten Autobuslinien in der damals wie heute sehr d\u00fcnn besiedelten Provinz ein und erhielt ihren bekannten Namen. Im Laufe der Jahre wurden diverse lokale Autobusbetriebe durch die FFR \u00fcbernommen, so im Jahr 1976 die Firma Polarbil in <a href=\"https:\/\/no.wikipedia.org\/wiki\/Vads%C3%B8\">Vads\u00f8<\/a>, welche bereits im Jahr 1920 ihre Buslinie von Tana \u00fcber <a href=\"https:\/\/no.wikipedia.org\/wiki\/Vads%C3%B8\">Vads\u00f8<\/a> und <a href=\"https:\/\/no.wikipedia.org\/wiki\/Vads%C3%B8\">Vard\u00f8<\/a> nach Svartnes in Betrieb nahm.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75408&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;figcaption&#8220;]<strong>Titelbild:<\/strong> Die Marke Snelandia wurde per 1.1.2016 geschaffen und dient als Dachmarke f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Regionalverkehr in der Finnmark. Die meisten Busse werden von der Firma Boreal betrieben, die eine ihrer Wurzeln in der fr\u00fcheren FFR, dem Bezirks-Verkehrsbetrieb der Finnmark, hat. Die hier sichtbare Anschrift auf der Frontanzeige wird nur bei nicht im Fahrplan ver\u00f6ffentlichten Fahrten angezeigt \u2013 dieser Scania\/Higer A30 ist als Kindergarten-Kurs zwischen Karigasniemi und Karasjok unterwegs.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;40&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75410&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text]Im Zuge der in Norwegen in den 1990er-Jahren fortschreitenden \u00abLiberalisierung\u00bb des \u00f6ffentlichen Verkehrs beschloss der Bezirk Finnmark 1994, die \u00d6V-Linien zuk\u00fcnftig auszuschreiben; in diesem Zusammenhang wurde die bis anhin staatliche FFR in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die ersten Ausschreibungspakete 1996 (erstes Paket Buslinien) und 1997 (Schiffsbetrieb) konnte die FFR gewinnen, auf den Buslinien in der Mittelfinnmark amtete dagegen ab 1999 die in Sortland im Bezirk Nordland ans\u00e4ssige Nordtrafikk Buss AS. Offenbar zeigte sich die Bezirksverwaltung mit beiden Betreibern zufrieden, sodass die jeweiligen Vertr\u00e4ge nach Ablauf der offiziell ausgeschriebenen Periode mehrfach ohne erneute Ausschreibung Verl\u00e4ngert wurden.\r\n<h4><strong>Verk\u00e4ufe und erneute Ausschreibungen nach der Jahrtausendwende<\/strong><\/h4>\r\nSo blieb also die FFR auch als Aktiengesellschaft der dominierende \u00d6V-Anbieter in der Finnmark. Weniger konstant waren hingegen die Besitzverh\u00e4ltnisse der Firma. Die bisher staatliche Aktiengesellschaft wurde 2003 an die Connex Norge verkauft, eine Tochter des franz\u00f6sischen Grosskonzerns Connex. 2006 kaufte die Firma, kurz zuvor wie das Mutterhaus in Veolia umbenannt, auch die Nordtrafikk Buss AS und fusionierte FFR, Nordtrafikk und weitere Busbetreiber im Jahr 2007 zur Veolia Transport Nord AS. Damit verschwand nach Jahrzehnten das gewohnte, rot-orange Design der Busse (auf Schiffen wurde stets eine weniger farbenfrohe Variante angewendet) zugunsten eines schlichten Weiss mit dezenten Veolia-Logos.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75411&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75412&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Im Jahr 2011 fusionierte das Mutterhaus Veolia mit Transdev zur Veolia-Transdev-Gruppe, wobei sich der neue Riesenkonzern von kleineren M\u00e4rkten zur\u00fcckziehen wollte. Per 6. Mai 2011 wurden deshalb die norwegischen Aktivit\u00e4ten im Rahmen eines \u00abManagement Buyouts\u00bb aus dem Konzern herausgel\u00f6st, grossmehrheitlich an einen luxemburgischen Investor verkauft und in Boreal umbenannt. Die folgenden Jahre waren f\u00fcr Boreal gepr\u00e4gt von verschiedenen internen Umstrukturierungen, welche auf das weitgehend historisch gewachsene Angebot in der Finnmark jedoch keinen sp\u00fcrbaren Einfluss hatten. Seit 2016 sind die Tochtergesellschaften nicht mehr regional organisiert, sondern nach Verkehrsmittel: F\u00fcr die Linien in der Finnmark ist seither nicht mehr die Boreal Transport Nord AS, sondern die Boreal Buss AS zust\u00e4ndig.\r\n\r\nEnde 2014 musste sich die Firma erstmals seit l\u00e4ngerem wieder einer Ausschreibung stellen; die Verkehrsleistungen vom 1.1.2016 bis zum 31.12.2022 wurden damals f\u00fcr den ganzen Bezirk neu ausgeschrieben \u2013 getrennt in Bus und Schnellboot. Erneut konnte der Betrieb einen &#8222;Sieg&#8220; (tats\u00e4chlich hatte sich niemand anderes um die Linien beworben!) einfahren, und betreibt nun f\u00fcr sieben Jahre ein Netz, bestehend aus Stadt-, \u00dcberland- und Schulbussen, Schnellbooten und einzelnen F\u00e4hren.\r\n<h4><strong>Das Snelandia-Netz<\/strong><\/h4>\r\nDabei wurde das historisch gewachsene Netz erstmals seit Jahrzehnten komplett neu strukturiert. Die Grundz\u00fcge des Angebotes wurden durch die Provinz vorgegeben, wobei zwischen den ersten Ausschreibungsunterlagen und dem tats\u00e4chlichen Angebot verschiedene Anpassungen erfolgten.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75416&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75414&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75415&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Grundpfeiler des Angebotes zu Lande sind nach wie vor die \u00dcberlandlinien, neu mit Nummern 60-66 bezeichnet. Sie verbinden die gr\u00f6ssten St\u00e4dte Alta, Hammerfest, Honningsv\u00e5g, Karasjok, Vads\u00f8 und Kirkenes untereinander, wobei die Frequenz von mehrmals t\u00e4glich bis zu zweimal w\u00f6chentlich reicht. Als West-Ost-Querverbindung von Alta nach Kirkenes wurde nun voll auf eine 6x pro Woche bediente Route von Hammerfest \u00fcber Olderfjord, Ifjord und Tana nach Kirkenes gesetzt, die urspr\u00fcnglich geplante Expresslinie \u00fcber Karasjok wurde nur am Freitag- und Sonntagabend gef\u00fchrt und im Dezember 2018 mangels Frequenzen gar auf den Abschnitt Alta \u2013 Karasjok eingek\u00fcrzt. Die Linie \u00fcber Ifjord kann zwar deutlich mehr Ortschaften anbinden, hat aber den Nachteil, dass sie die Bergstrecke \u00fcber das Ifjordfjell beinhaltet, welches im Winter oftmals gesperrt ist \u2013 so kann es durchaus vorkommen, dass mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr \u00fcber mehrere Tage keine Verbindung von der Ost- in die Westfinnmark besteht.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75418&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75419&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75420&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75421&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Nebst den Hauptlinien bestehen Stadtbusnetze in Alta, Hammerfest, Honningsv\u00e5g und Kirkenes, und einige wenige \u00dcberlandlinien in gr\u00f6ssere Ortschaften, welche sich allerdings an einer Hand abz\u00e4hlen lassen. Der Grossteil des Linienverkehrs auf dem Land wird hingegen von Schulbuslinien sichergestellt, welche zwar publiziert und f\u00fcr zahlendes Publikum zugelassen sind, deren Fahrpl\u00e4ne aber auch kurzfristig den Schulbed\u00fcrfnissen angepasst werden k\u00f6nnen und die somit f\u00fcr den Gelegenheitsreisenden kaum nutzbar sind.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75423&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75424&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75425&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Eine ganz neue Angebotsgattung wurde ebenfalls eingef\u00fchrt: Die so genannten Flexx-Busse mit Nummern 8xx. Dabei handelt es sich um Rufbuslinien mit sehr unterschiedlichen Frequenzen (von mehrmals t\u00e4glich wie bei den Ruf-Stadtbussen in Vads\u00f8 und Honningsv\u00e5g bis zu 1x w\u00f6chentlich bei einigen \u00dcberlandlinien), welche im Gegensatz zum \u00fcbrigen Liniennetz mehrheitlich nicht durch Boreal, sondern durch lokale Transportunternehmer bedient werden. Die Fahrzeuggr\u00f6sse variiert dabei von komfortablen, 16-pl\u00e4tzigen Kleinbussen bis zum Standard-PW in Taxi-Ausf\u00fchrung. Der Unterschied zum Taxi ist, dass in jedem Fall die \u00fcblichen Linientarife gelten, ohne weitere Zuschl\u00e4ge \u2013 und dass eine Reservation ganz einfach \u00fcbers Internet get\u00e4tigt werden kann.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75430&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75431&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>T\u00e4glich unterwegs \u2013 auch oder gerade zur See\u2026 <\/strong><\/h4>\r\nDas gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr viele Stationen der Schnellboote, auf Norwegisch &#8222;Hurtigb\u00e5t&#8220; genannt. Das Liniennetz verbindet vor allem die diversen Inseln im Westteil der Provinz mit den St\u00e4dten Alta, Hammerfest und Hav\u00f8ysund, aber auch mit kleineren H\u00e4fen. Die Kurse sind recht gut auf die Anschluss-Buslinien ausgerichtet, sofern sie nicht dem Sch\u00fclerverkehr dienen. Die eingesetzten Schnellboote variieren punkto Gr\u00f6sse, sind mehrheitlich aber Katamarane mit weniger als 100 Passagieren Kapazit\u00e4t, viele davon k\u00f6nnen auch einzelne PKW laden. F\u00fcr die Inseln sind sie oft die einzige Verkehrsverbindung, und entsprechend wird grossen Wert auf eine wetterfeste Konstruktion gelegt.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75432&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]Das f\u00fchrt dazu, dass der Seeweg oftmals zuverl\u00e4ssiger ist als der Landweg. Vor allem Winterst\u00fcrme k\u00f6nnen das Strassennetz schlimmstenfalls \u00fcber Tage, oftmals aber zumindest in den Morgenstunden lahmlegen \u2013 w\u00e4hrend der Schiffsverkehr mit etwas Versp\u00e4tung oder Auslassen von einzelnen besonders exponierten Anlegestellen weiterhin funktioniert.\r\n\r\nAuch die Hurtigruten, die l\u00e4ngste t\u00e4glich bediente Schifffahrtslinie der Welt, ist nach wie vor Bestandteil des regionalen \u00f6ffentlichen Verkehrs (wenngleich Subventionen nur durch den Staat, nicht aber durch die Bezirke geleistet werden) \u2013 und gerade bei schlechtem Wetter und gesperrten Strassen f\u00fcr viele Orte die einzige Verbindung mit der Aussenwelt. W\u00e4hrend einigen Jahren \u2013 zuletzt von 1988 bis 1996 \u2013 stellte auch die FFR ein Schiff auf der legend\u00e4ren Route. Heute hat die Zuverl\u00e4ssigkeit der Schiffe f\u00fcr den Lokalverkehr massiv abgenommen: die verst\u00e4rkte Ausrichtung auf Touristen hat immer gr\u00f6ssere und komfortablere Schiffe gebracht, die aber im Gegensatz zu den \u00e4lteren, kleineren Einheiten bei schlechtem Wetter kaum noch in die engen H\u00e4fen man\u00f6vriert werden k\u00f6nnen. Auch werden bei (w\u00e4hrend Winterst\u00fcrmen regelm\u00e4ssig auftretenden) Versp\u00e4tungen kleinere H\u00e4fen relativ kurzfristig ausgelassen, um eine rechtzeitige Ankunft in Kirkenes f\u00fcr das Erreichen der Anschlussfl\u00fcge zu gew\u00e4hrleisten.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75427&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75428&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Die Marke Snelandia \u2013 Nur ein kurzes Zwischenspiel?<\/strong><\/h4>\r\nBis zum 31.12.2015 waren die Busse bei allen Namenswechseln jeweils im Design des Betreibers unterwegs (wobei sich dies von Boreal nur unwesentlich von dem des fr\u00fcheren Mutterhauses Veolia unterschied). Seit dem 1.1.2016 sind die Linienbusse unter der Marke \u00abSnelandia\u00bb ganz in Blau unterwegs; auch Fahrpl\u00e4ne und Ticketsystem sind unter der entsprechenden Website erstmals f\u00fcr den ganzen Bezirk auffindbar. Damit heben sich die Busse wohltuend von jenen in den s\u00fcdlicheren \u00abNordprovinzen\u00bb Troms und Nordland ab, in denen sie mit wenig durchdachten Abwandlungen des jeweiligen Corporate Identity der Provinz unterwegs sind.\r\n\r\nWie lange allerdings, steht in den Sternen. Im Rahmen der laufenden Verwaltungsreform soll die Zahl der Norwegischen Bezirke massiv reduziert werden \u2013 in diesem Zusammenhang werden per 1.1.2020 die Bezirke Finnmark und Troms zu einem neuen Grossbezirk zusammengefasst. Obschon die Bev\u00f6lkerung der Finnmark in einer Volksabstimmung mit 87% dagegen votierte, sind die Vorbereitungen nun in vollem Gange. Der Widerstand der Finnmark erkl\u00e4rt sich einerseits mit der Samischen Minderheit, die in der Finnmark zahlenm\u00e4ssig eine relevante Stellung hat, in einer neuen Grossprovinz jedoch noch deutlicher in die Minderheit abrutschen w\u00fcrde \u2013 aber auch mit dem Verlust von Verwaltungsarbeitspl\u00e4tzen und Bedeutung im neuen Gebilde, dessen Hauptstadt Troms\u00f8 alleine gleich viele Einwohner haben wird wie die gesamte Provinz Finnmark heute. Dazu kommen die reinen Distanzen \u2013 die Fahrt zwischen Troms\u00f8 und dem heutigen Verwaltungssitz der Finnmark in Vads\u00f8 f\u00fchrt immerhin \u00fcber 789 Strassenkilometer und dauert mit dem Auto mindestens 10 Stunden \u2013 mit dem \u00d6V-Landweg ist sie in einem Tag nicht zu bew\u00e4ltigen. Ob die Busse dann noch als Snelandia vermarktet werden, ist derzeit noch nicht klar \u2013 m\u00f6glicherweise wird also eine der wenigen wirklich unverwechselbaren Marken im norwegischen \u00d6V nach wenigen Jahren bereits wieder verschwunden sein.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75429&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row]<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die n\u00f6rdlichste Provinz Norwegens beherbergt auf ungef\u00e4hr der Fl\u00e4che der Schweiz rund 75&#8217;000 Einwohner; diese k\u00f6nnen auf ein gut strukturiertes \u00d6V-Netz z\u00e4hlen &#8211; wenn denn das Wetter mitspielt. Ein paar Eindr\u00fccke aus dem winterlichen Skandinavien. 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