{"id":73835,"date":"2011-11-25T11:09:18","date_gmt":"2011-11-25T11:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.ovpanorama.ch\/?p=73835"},"modified":"2019-11-03T07:20:58","modified_gmt":"2019-11-03T07:20:58","slug":"warum-denn-immer-gelb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/2011\/11\/25\/warum-denn-immer-gelb\/","title":{"rendered":"Warum denn immer Gelb?"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;article-heading&#8220;]Das \u00d6V-System im Kanton Z\u00fcrich wird gelegentlich auch als das beststrukturierte im Land bezeichnet. Diese Strukturen haben auch dazu gef\u00fchrt, dass rund um die gr\u00f6sste Stadt der Schweiz bis heute l\u00e4ngst nicht alle Postautos gelb sind.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;article-author&#8220;]Ein Bericht von Jonas Schaufelberger (Text und Fotos).[\/vc_column_text][vc_column_text]Mehr als zwanzig Jahre sind inzwischen ins Land gezogen, seit im Kanton Z\u00fcrich und in einzelnen benachbarten Gemeinden der Z\u00fcrcher Verkehrsverbund (ZVV) als erster integraler Tarifverbund der Schweiz eingef\u00fchrt wurde. Zur gleichen Zeit wurde, ausgehend von einem neuen Gesetz \u00fcber den \u00f6ffentlichen Verkehr und die dazugeh\u00f6rige Angebotsverordnung, auch das \u00d6V-Angebot neu gestaltet. Nebst der ersten offiziellen S-Bahn im Land, die das Bahnangebot massiv verbesserte, wurden diverse Buslinien neu eingef\u00fchrt, ausgebaut oder systematisiert. Verschiedene Verkehrsbetriebe und Postautohalter bauten in diesem Zusammenhang ihren Fahrzeugpark deutlich aus.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75296&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_use_pixel=&#8220;yes&#8220; lbox_caption=&#8220;yes&#8220; media_width_pixel=&#8220;500&#8243; el_class=&#8220;lightbox&#8220;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Lokale Beteiligung<\/strong><\/h4>\r\nNebst dem nationalen Leader PostAuto wurden nat\u00fcrlich diverse regionale Verkehrsbetriebe und Transportunternehmer mit dem Betrieb der Linien beauftragt, von den grossen st\u00e4dtischen Verkehrsbetrieben aus Z\u00fcrich bis hin zum Ein-Wagen-Betrieb. So kam der Carunternehmer Kn\u00f6pfel Reisen aus Dinhard zur Ehre, mit einem Setra 215UL einen Linienbetrieb zwischen Seuzach, Dinhard, Altikon, Thalheim und G\u00fctighausen anzubieten, und f\u00fcr die neue Buslinie im Rafzerfeld zu den mit dem Bahnhof H\u00fcntwangen-Wil nur ungen\u00fcgend erschlossenen D\u00f6rfern H\u00fcntwangen, Wil ZH und Wasterkingen wurde der Busbetrieb HWW, benannt nach den Ortsnamen und im Besitz der Gemeinden, gegr\u00fcndet. Da diese Unternehmen oder deren Partner wie der Transportunternehmer Jenny aus Wil ZH bereits Garagen am richtigen Ort besassen, machte es keinen Sinn, diese Linien von PostAuto bedienen zu lassen. Ausserdem war der Betrieb auf diese Art lokal verankert, ein Vorteil, der gerade gegen\u00fcber den Branchenriesen nicht zu untersch\u00e4tzen ist.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75293&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]Auch nach dem Angebotssprung von 1990 entwickelte sich das kantonale Busnetz schnell weiter. Nicht zuletzt auf dem Gebiet der Ortsbusse blieb einiges zu tun, und mit gezielter F\u00f6rderung \u2013 auch finanzieller Art \u2013 gelang es rasch, weitere Gemeinden zu erschliessen. 1993 wurde beispielsweise mit einer Buslinie zum Bahnhof Sch\u00f6fflisdorf-Oberweningen die Gemeinde Schleinikon, bisher ohne \u00d6V-Anschluss, ans ZVV-Netz angeschlossen. Wiederum ging hier der Transportauftrag an einen lokalen Reiseunternehmer: Im Auftrag der Gemeinde fuhr und f\u00e4hrt Ernst Volkart aus Schleinikon diese kurze Linie.\r\n\r\nNochmals drei Jahre sp\u00e4ter fuhr zum ersten Mal ein Ortsbus durch die Gemeinde Uitikon, die bereits durch diverse Postautolinien ab Z\u00fcrich-Wiedikon \u00fcber die Waldegg ins Freiamt und am Rande auch durch die Uetlibergbahn erschlossen war. Der Ortsbus bediente ab Sommer 1996 eine Schleife vom Bahnhof \u00fcber die Waldegg und durch das Dorf bis W\u00e4ngi, zus\u00e4tzlich wurde auch der Ortsteil Ringlikon, dessen Uetlibergbahn-Haltestelle auf gr\u00fcner Wiese liegt, angeschlossen. Ein hochfluriger MAN-Midibus im Besitz der Firma Fr\u00f6hlich aus Z\u00fcrich wurde durch einen O405 in VBG-Bemalung als Reservewagen unterst\u00fctzt.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75294&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220; lbox_no_arrows=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Der gelbe Riese steigt ein<\/strong><\/h4>\r\nAuch der ZVV selbst blieb in den Jahren nicht stehen. Um eine schlanke Organisation zu gew\u00e4hrleisten und die Zust\u00e4ndigkeiten vor allem der gr\u00f6sseren Betriebe zu kl\u00e4ren, wurde Mitte der 90er Jahre das System der Marktverantwortlichen Verkehrsunternehmen (MVU) eingef\u00fchrt. Diese gr\u00f6sseren Verkehrsbetriebe sind seither f\u00fcr die Koordination der Angebotsplanung in ihrer jeweiligen Region zust\u00e4ndig und in der Regel auch Konzession\u00e4r aller Linien in diesem Gebiet. Als gr\u00f6sster Anbieter von regionalen Buslinien in der Schweiz \u00fcbernahm die Post bzw. die aus der Aufteilung des Postautodienstes in 17 Regionen entstandene PostAuto Z\u00fcrich die Verantwortung f\u00fcr mehrere Regionen, unter anderem praktisch das ganze Knonauer Amt und Z\u00fcrcher Unterland, f\u00fcr die Region Winterthur Land\/Weinland, das obere T\u00f6sstal und die Buslinien in der Region Pf\u00e4ffikon ZH.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75295&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_accordion][vc_accordion_tab title=&#8220;Info&#8220; tab_id=&#8220;1535988182-1-881536002842530626e-a764&#8243;][vc_column_text]\u00c4hnliche F\u00e4lle mit Subunternehmern, die in ihrem eigenen Design Linien von einem MVU fahren, gibt es auch bei anderen Betrieben im ZVV. Hier drei Beispiele:\r\n\r\nF\u00fcr die SZU, die im Busgesch\u00e4ft unter dem Markennamen ZimmerbergBus auftritt, f\u00e4hrt der Subunternehmer Bamert aus Wollerau mit Fahrzeugen im eigenen Kleid die Linie Richterswil &#8211; Samstagern.\r\n\r\nF\u00fcr die VBZ bedient der Subunternehmer Baumgartner aus Zollikon mit einem blauen Kleinbus die Quartierbuslinie 91. Gleichzeitig sind auf den Linien 91x Fahrzeuge desselben Betriebes im klassischen braun-beigen Farbschema als Autobetrieb Z\u00fcrich &#8211; Zollikon &#8211; K\u00fcsnacht (AZZK) unterwegs. MVU: Auch hier die VBZ.\r\n\r\nDer Reiseunternehmer Baumann aus M\u00e4nnedorf f\u00e4hrt f\u00fcr die Verkehrsbetriebe Z\u00fcrichsee und Oberland (VZO) mit einem t\u00fcrkis-beigen Midibus Beiwagen an der Goldk\u00fcste.[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordion][vc_column_text]Mit der Einf\u00fchrung dieses Konzepts gingen auch die Konzessionen der oben erw\u00e4hnten Linien an PostAuto \u00fcber. Der auf den ersten Blick logische Schritt, die Transportunternehmer als Postauto-Unternehmer (PU) an den gelben Riesen zu binden, wurde nicht durchgef\u00fchrt, unter anderem auch aufgrund der Skepsis der Gemeinden. Stattdessen wurden die Betriebe als so genannte Transportpartner integriert. Deren Vertrag ist demjenigen eines Postauto-Unternehmers sehr \u00e4hnlich, er umfasst aber einige zus\u00e4tzliche Freiheiten, nicht zuletzt beim Erscheinungsbild der Fahrzeuge und des Personals. So fahren auf diesen Linien weiterhin Fahrzeuge im eigenen Design der jeweiligen Unternehmer, wenngleich in den letzten Jahren die Fahrzeuge teilweise auch \u00fcber PostAuto beschafft wurden \u2013 der gegenw\u00e4rtig neueste Wagen im Park dieser Transportpartner, ein MAN NL313\/A20 aus 2006 vom Busbetrieb HWW, ist im Innern von einem Postauto nicht mehr zu unterscheiden.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75298&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_single_image media=&#8220;75300&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Ausbau im Kleinen<\/strong><\/h4>\r\nDie Zeit blieb nat\u00fcrlich nicht stehen: Das Angebot wurde bei allen Betrieben ausgebaut, sei es bei Kn\u00f6pfel, dessen Linie heute von Seuzach nach Andelfingen f\u00fchrt, in Uitikon, wo der Takt verdichtet wurde oder in Sch\u00f6fflisdorf, wo der Schleiniker Bus eine zus\u00e4tzliche Schlaufe durch das Ortszentrum f\u00e4hrt. In Eglisau wurde 2002 ebenfalls ein Ortsbus eingef\u00fchrt, der von der benachbarten HWW betrieben wird \u2013 erst mit einem Kleinbus, heute ebenfalls mit \u00abrichtigen\u00bb Fahrzeugen. Auf der HWW-Stammlinie fahren in Spitzenzeiten drei Kurse pro Stunde \u2013 da die Bedienung von Wasterkingen nach der Taktverdichtung nicht mehr ohne Fahrzeugmehraufwand m\u00f6glich war, f\u00e4hrt dort heute die Firma Taxi Schmid aus Eglisau mit einem Fiat Ducato ex. VBZ. Und Ende 2011 geht die Geschichte weiter mit neuen Wagen f\u00fcr HWW und Fr\u00f6hlich.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;figcaption&#8220;]<strong>Titelbild:<\/strong> Als Flaggschiff des gr\u00f6ssten Transportpartners von PostAuto Z\u00fcrich, dem Busbetrieb HWW aus Wil ZH, f\u00e4hrt ein MAN NL313\/A21 \u00abLions City\u00bb die meisten Kurse auf dem Rundkurs von der auf gr\u00fcner Wiese gelegenen Station H\u00fcntwangen-Wil in die D\u00f6rfer Wil ZH, H\u00fcntwangen und Wasterkingen. Auf dieser Aufnahme vom 6.9.2011 hat der Wagen die Steigung auf die kleine Anh\u00f6he zwischen Wil ZH und H\u00fcntwangen in Angriff genommen und erreicht in K\u00fcrze die Haltestelle Lirenhof. Im Hintergrund schweift der Blick \u00fcber Rafz und die weite Ebene des Rafzerfeldes, das nicht nur wichtiges Anbaugebiet, sondern unter dem gr\u00fcnen Deckel auch ein grosses Kiesabbaugebiet ist.\r\n\r\nFoto: Jonas Schaufelberger[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;40&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75292&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das \u00d6V-System im Kanton Z\u00fcrich wird gelegentlich auch als das beststrukturierte im Land bezeichnet. 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