{"id":73813,"date":"2012-05-25T10:39:33","date_gmt":"2012-05-25T10:39:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.ovpanorama.ch\/?p=73813"},"modified":"2018-12-16T15:17:55","modified_gmt":"2018-12-16T15:17:55","slug":"am-fusse-des-pilatus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ovpanorama.ch\/index.php\/2012\/05\/25\/am-fusse-des-pilatus\/","title":{"rendered":"Am Fusse des Pilatus"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;article-heading&#8220;]Vom Bahnhof Luzern f\u00fchrt die Postautolinie 71 direkt ins Obernau und von dort aus auf die einzige Bergpoststrasse des Kantons Luzern. Auf dem Weg zum Fuss des Pilatus im Eigenthal wird dabei das Dreiklanghorn ordentlich genutzt.[\/vc_column_text][vc_column_text el_class=&#8220;article-author&#8220;]Ein Bericht von Sandro Fl\u00fcckiger (Text und Fotos).[\/vc_column_text][vc_column_text]Wenn man am Bahnhof Luzern in das Postauto der Linie 60.071, oder kurz der Linie 71 einsteigt, ahnt man noch nicht, dass einen in wenigen Minuten die einzige Bergpoststrasse des Kantons Luzern erwartet. Der erste Teil der Fahrt f\u00fchrt mitten durch die Stadt Luzern, weiter bis in die Gemeinde Kriens und ins Obernau. Dabei folgt das Postauto von Bucheli Busbetriebe aus Kriens die ganze Zeit der Trolleybuslinie 1, welche von den Verkehrsbetrieben Luzern betrieben wird. Die Postautos verkehren auf diesem Abschnitt als Eilkurs, indem sie nur wenige wichtige Haltestellen bedienen. Kurz nach der Haltestelle Obernau Dorf, wo der Trolleybus wendet, wird die Strasse enger und die Aussicht l\u00e4ndlicher. Von hier geht es stetig bergauf in Richtung Eigenthal.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75284&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_use_pixel=&#8220;yes&#8220; lbox_caption=&#8220;yes&#8220; media_width_pixel=&#8220;500&#8243;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>\u00dcber die Holzbr\u00fccke zur Wallfahrtskirche<\/strong><\/h4>\r\nNur wenige hundert Meter nach der Haltestelle Obernau Dorf \u00fcberquert der Bus eine gedeckte Holzbr\u00fccke, welche kaum breiter und h\u00f6her ist als das Fahrzeug an sich. Diese Br\u00fccke, die Hergiswaldbr\u00fccke, ist eine der wenigen erhaltenen Holzbr\u00fccken im Kanton Luzern und wurde bereits im Jahr 1792 erbaut. Obschon sie mehrfach saniert wurde, um den immer schwereren Strassenverkehr aufzunehmen, nagt der Zahn der Zeit an der Holzkonstruktion. Seit M\u00e4rz 2012 ist eine neue Br\u00fccke im Bau, welche die historische Br\u00fccke vom Verkehr befreien soll.\r\n\r\nF\u00fcr das Postauto geht die Fahrt erst durch die R\u00e4nggschlucht weiter, bevor es sich \u00fcber mehrere Spitzkehren vorbei am Sch\u00fctzenhaus in Richtung Hergiswald bergw\u00e4rts arbeitet. Im Hergiswald gibt es neben einem Restaurant, welches angeblich vorz\u00fcgliche Gerichte servieren soll, und einer tollen Aussicht, die bei gutem Wetter weit \u00fcber die Stadt Luzern hinaus reicht, auch eine Wallfahrtskirche. Die Hergiswaldkirche geht auf einen Einsiedler zur\u00fcck, der sich Ende des 15. Jahrhunderts an diesem Ort niederliess. Bereits 1504 wurde im Hergiswald die erste Kapelle eingeweiht, ab 1620 folgten diverse Anbauten, bis die Kirche im Jahr 1662 schliesslich bis zur heutigen Gr\u00f6sse angewachsen war. Im Innern des Kirchenschiffs befindet sich eine eigene Kapelle, die Loretokapelle, welche auch eine schwarze Madonna beherbergt. In den Nebenkapellen sind zahlreiche Alt\u00e4re angeordnet, welche in imposantem barockem Stil Bibelszenen darstellen. Mit ihrer interessanten Architektur im Innern lohnt sich ein kurzer Abstecher in die Kirche auch f\u00fcr Leute, die sich sonst nicht f\u00fcr Religion oder Geschichte interessieren. Nach der Besichtigung kann die sch\u00f6ne Aussicht vom Restaurant aus genossen werden.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75289&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_single_image media=&#8220;75283&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220; lbox_no_arrows=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>An den Fuss des Pilatus<\/strong><\/h4>\r\nVom Hergiswald her geht die Strecke \u00fcber die schmale Strasse weiter bergauf durch Waldabschnitte und enge Kurven, bei denen besonders am Wochenende oft das Dreiklanghorn zum Einsatz kommt, um die zahlreichen automobilen Ausfl\u00fcgler \u00fcber die Machtverh\u00e4ltnisse aufzukl\u00e4ren. Bei der Station Holderk\u00e4ppeli gibt es eine Strassenverbindung nach Schwarzenberg \u2013 Malters, die am Wochenende st\u00fcndlich von Postautos befahren wird. Werktags erm\u00f6glicht immerhin je ein Bus morgens und abends die direkte Verbindung vom Eigenthal nach Schwarzenberg, wer will hat auch Anschluss auf die Linie 71. Vom Holderk\u00e4ppeli f\u00fchrt die Strecke dann nur noch wenig in die H\u00f6he, bevor der h\u00f6chste Punkt der Strecke kurz vor der Haltestelle Eigenthalerhof erreicht ist. Nach einer kurzen Talfahrt erreicht der Bus schliesslich die Endhaltestelle Talboden, von wo aus man weite Wanderungen um den Pilatus unternehmen kann. Wer ein wenig Ausdauer hat, kann vom Eigenthal her selbstverst\u00e4ndlich auch Pilatus Kulm und das Mittagsg\u00fcpfli erklimmen.[\/vc_column_text][vc_accordion][vc_accordion_tab title=&#8220;Chronik&#8220; tab_id=&#8220;1535988182-1-8815360028425301536003142046c296-85cb1536143880675&#8243;][vc_column_text]\r\n<ul>\r\n \t<li>1914: Auf der Strecke Kriens &#8211; Eigenthal werden erstmals Personen und Post transportiert.<\/li>\r\n \t<li>1926: Die definitive Postautolinie Kriens &#8211; Eigenthal wird am 1. Juni eingeweiht. Gefahren wird von Mai bis Oktober mit einem 10 pl\u00e4tzigen Fiat.<\/li>\r\n \t<li>1930: Die Postautokurse werden nun von und nach dem Bahnhof Luzern gef\u00fchrt.<\/li>\r\n \t<li>1936: Der Betrieb wird nun auch w\u00e4hrend der Wintermonate aufrecht erhalten.<\/li>\r\n \t<li>1941-1945: Eink\u00fcrzung auf den Abschnitt Kriens &#8211; Eigenthal auf Grund von Treibstoffmagel.<\/li>\r\n \t<li>1959: Robert Bucheli Senior \u00fcbernimmt die Linie von Hans Heggli.<\/li>\r\n \t<li>1974: Robert Bucheli Senior \u00fcbernimmt auch die Linie von Luzern nach Udligenswil.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordion][vc_single_image media=&#8220;75286&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Eilkurse und Stundentakt<\/strong><\/h4>\r\nDie Linie 71 an sich ist mehrheitlich touristisch ausgerichtet, was man auch am Fahrplan merkt. Unter der Woche verkehren gerade einmal f\u00fcnf Kurspaare, mittwochs am fr\u00fchen Nachmittag noch ein sechstes. Um die Linie besser auf die Kundenbed\u00fcrfnisse abzustimmen und die Fahrpl\u00e4ne attraktiver zu gestalten, wurde das Angebot ab 2010 mit zwei Massnahmen ausgebaut. Im Januar dieses Jahres beschloss man n\u00e4mlich probehalber Busse der Linie 71, die bisher leer vom Depot in Kriens nach Luzern fuhren, als schnelle Verbindung zwischen Kriens Busschleife und Luzern Bahnhof f\u00fcr das Publikum zu \u00f6ffnen. In einer ersten Phase waren diese Busse aber noch nicht im Fahrplan vermerkt. Erst seit dem Fahrplan 2012 sind diese Kurse zur Entlastung der Trolleybuslinie 1 im Fahrplan eingetragen.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75288&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]Im Dezember 2010 hielt am Wochenende der Stundentakt Einzug, nachdem bis anhin das gleiche schlanke Angebot wie werktags gefahren wurde. Der neue Takt kommt den Wanderern entgegen, welche spontan einen Sonntagsausflug in die H\u00f6he unternehmen wollen. F\u00fcr den Postautobetrieb bedeutet dies, dass am Wochenende zwei Busse auf der Linie 71 verkehren, die \u00fcblicherweise irgendwo zwischen Obernau und Hergiswald kreuzen. Aufgrund der sehr beengten Strassenverh\u00e4ltnisse m\u00fcssen diese Kreuzungen per Funk abgesprochen werden. Laut Verkehrsverbund Luzern wurden 2011 dank dem Stundentakt am Wochenende und verbesserten Anschl\u00fcssen mit fast 100\u2018000 Reisenden 34% mehr Fahrg\u00e4ste auf der Linie bef\u00f6rdert als in dem Jahr zuvor.[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8220;75287&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][vc_column_text]\r\n<h4><strong>Fahrzeuge<\/strong><\/h4>\r\n2001 beschaffte Postauto-Unternehmer Bucheli f\u00fcr die Linie eigens einen hochflurigen Integro; In Ausnahmef\u00e4llen kamen auch andere Fahrzeuge des Betriebes zum Einsatz, insbesondere zwei Citaro \u00dc, die 2003 und 2006 beschafft wurden. Seit dem Stundentakt kommen besonders am Wochenende regelm\u00e4ssig auch Niederflurwagen, insbesondere der neueste Wagen des Betriebes, ein 2011 beschaffter Citaro LE, zum Einsatz.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;figcaption&#8220;]<strong>Titelbild:<\/strong> Am 29. Juli 2011 wartet der Mercedes-Benz O 550 \u00abIntegro\u00bb Nr. 26 auf die letzte Talfahrt an diesem Tag. Diese findet bereits um 17:35 Uhr statt und wenn das Wetter ver\u00e4nderlich oder gar regnerisch ist, wartet der Bus oft vergeblich auf Passagiere, die nach Luzern mitfahren wollen. Auch an diesem Tag in den Sommerferien haben sich nur eine handvoll Leute gefunden, welche nach ihrem Spaziergang im Eigenthal nach Hause m\u00f6chten.\u00a0Im Hintergrund \u00fcber dem Pilatus l\u00e4sst sich bereits erahnen, dass sp\u00e4ter an diesem Abend doch noch einige Tropfen Regen in Form eines Gewitters auf die Region hinuntergehen werden.\r\n\r\nFoto: Sandro Fl\u00fcckiger[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row unlock_row_content=&#8220;yes&#8220; row_height_percent=&#8220;0&#8243; override_padding=&#8220;yes&#8220; h_padding=&#8220;0&#8243; top_padding=&#8220;0&#8243; bottom_padding=&#8220;0&#8243; overlay_alpha=&#8220;50&#8243; gutter_size=&#8220;3&#8243; column_width_percent=&#8220;100&#8243; shift_y=&#8220;0&#8243; z_index=&#8220;0&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_single_image media=&#8220;75316&#8243; caption=&#8220;yes&#8220; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_poster=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243; lbox_caption=&#8220;yes&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vom Bahnhof Luzern f\u00fchrt die Postautolinie 71 direkt ins Obernau und von dort aus auf die einzige Bergpoststrasse des Kantons Luzern. 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